Letzte Aktualisierung am 03.10.2022, 12:10:07 Uhr
Immer öfters wird in Unternehmen der Microsoft Windows-Bereitstellungsdienst (kurz WDS) genutzt. Damit lassen sich problemlos verschiedene Windowsbetriebssysteminstallationen durchführen und somit automatisieren. In meinen Fall sind es mehr Virtualisierungshosts als physikalische Windows Server
Es steht in naher Zukunft die Migration aller VMWare ESXi-Hosts auf neue Hardware an. Nun könnte ich einen USB-Installationsstick mit der aktuellen ESXi-Version erstellen und die Server nacheinander installieren. Dazu bin ich allerdings zu faul. Daher habe ich eine Möglichkeit gesucht das ESXi – Setup über den Microsoft WDS zu verteilen.
Auf die Installation und Konfiguartion des Microsoft WDS’s gehe ich nicht weiter ein. Im Mircosoft Technet gibt es diesen Artikel, in dem alles genau beschrieben ist.
VMWare ESXi basiert auf Linux und daher greife ich auf das Tool WDSLINUX zurück. Die aktuelle Version von Syslinux kann hier heruntergeladen werden.
- Download der aktuellen SYSLINUX-Version als ZIP-Datei.
- ZIP-Datei in ein Verzeichnis entpacken.
- Relevant sind folgende Dateien:
- core\pxelinux.0
- com32\menu\vesamenu.c32
- com32\modules\chain.c32
- Die genannten Dateien an folgenden Pfad kopieren: „\\wdsserver01\REMINST\Boot\x64“.
- Je nach Version sind evtl. weitere Dateien notwendig, welche wieder an die Pfade in Punkt 4 genannten Pfade kopiert werden müssen.
- ldlinux.c32,
- libcom32.c32
- libmenu.c32
- Im Verzeichnis ..\x64″ Die Datei „pxelinux.0“ in „pxelinux.com“ umbenennen.
- Im Verzeichnis ..\x64″ ein Verzeichnis mit dem Namen „pxelinux.cfg“ erstellen.
- Dort wird eine neue Textdatei mit dem Namen „default“ (ohne Dateiendung) erstellt und mit folgenden Inhalt befüllt:
DEFAULT vesamenu.c32 PROMPT 0 MENU TITLE Preboot Execution Environment - Menue (x64) MENU INCLUDE pxelinux.cfg/graphics.conf MENU AUTOBOOT Starte lokales System in 5 Sekunden LABEL bootlocal menu label ^Von Festplatte starten menu default localboot 0 timeout 50 TOTALTIMEOUT 9000 LABEL WDS menu label Microsoft ^WDS starten kernel pxeboot.0 LABEL Beenden menu label ^Beenden kernel abortpxe.0
- Im Verzeichnis ..\x64″ die Datei pxeboot.n12″ kopieren und als Dateinamen „pxeboot.0“ angeben.
- Schritt 9) für die Datei abortpxe.com wiederholen. Neuer Name: abortpxe.0.
- Eine Eingabeauffoderung (cmd.exe) oder Powershell öffnen und diese beiden Befehle ausfüren:
wdsutil /set-server /bootprogram:boot\x64\pxelinux.com /architecture:x64 wdsutil /set-server /N12bootprogram:boot\x64\pxelinux.com /architecture:x64
- Falls 32Bit Betriebssysteme verteilt werden sollem, die Schritte 3-10 wiederholen und dabei „x64“ durch „x86“ esetzen.
Das Basis-Setup für WDSLINUX ist damit abgeschlossen. Ich mache an diesem Punkt gerne einen Praxistest und starte ein Client, drücke F12 und schau mir das neue PXE-Menü an. Wenn alles in Ordnung geht es nun um die Implementierung der VMWare ESXi-Setupdateien.
- Im Verzeichnis „..\x64\Boot\ ein neuen Ordner mit dem Namen ESXi erstellen. Darin nochmals ein Verzeichnis namens „ESXi5.1u3“. Somit kann später problemlos verschiedene Versionen von ESXi implementiert werden und alle notwendigen Dateien liegen an einem zentralen Ort.
- Das ISO-Image „VMWare ESXi 5.1 Update 3.iso“ entpacken und den Inhalt in das Verzeichnis „..\x64\Boot\ESXi\ESXi5.1u3“ kopieren.
- Die Datei „..\x64\Boot\ESXi\ESXi5.1u3\boot.cfg“ muss angepasst werden. Standardmäßig muss in dieser Datei der Filepath, angegeben mit „/“ durch „/ESXi/ESXi5.1u3/“ ersetzt werden. Ich habe es mit Hilfe von Notepad++ und der Funktion „Suchen und Ersetzen“ geändert. Datei speichern und schließen.
- Die Datei „..\x64\pxelinux.cfg\default um folgende Zeilen ergänzen. Mit der entsprechenden Positionierung wird auch die Reihenfolge im PXE-Menü festgelegt.
LABEL ESXi5.1u3 menu label ^VMWare ESXi5.1 starten kernel /ESXi/ESXi5.1u3/mboot.c32 APPEND -c /ESXi/ESXi5.1u3/BOOT.CFG
- Alle Dateien, falls noch nicht geschehen, speichern und schließen.
- Es folgt nun der Praxisstest, ob die Installation von ESXi problemlos und wie gewünscht funktioniert.